Kitas retten - Kinderbildungsgesetz NRW besser machen!

Noch kann die Landesregierung etwas ändern: Am 27. Januar 2026 wird der Referentenentwurf ins Kabinett eingebracht – und so wie er ist, darf er es nicht verlassen! 
 
Die Reform des Kinderbildungsgesetzes KiBiz war mehr als überfällig, doch der im Dezember vom NRW-Familienministerium vorgelegte Referentenentwurf wird den aktuellen und künftigen Herausforderungen der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen nicht gerecht.  
 
Er verfehlt zentrale Ziele einer nachhaltigen Weiterentwicklung, insbesondere bei Qualität, Fachkräftesicherung, Inklusion, Planungssicherheit und Trägervielfalt und verschärft bestehende Probleme zulasten von Trägern, Fachkräften und Familien.  
 
Betreuungsstabilität und Chancengerechtigkeit lassen sich nicht durch Absenkung fachlicher Standards erreichen, sondern erfordern verlässliche Finanzierung, gute Arbeitsbedingungen und qualifiziertes Personal. Der vorliegende Referentenentwurf gefährdet dies: Kern- und Randzeiten ermöglichen den Einsatz unzureichend qualifizierter Kräfte, Bring- und Abholzeiten werden pädagogisch ausgehöhlt, und frühkindliche Bildung wird auf Kernzeiten reduziert. Unterbesetzungen erhöhen das Risiko für Kindeswohlgefährdungen, Kinder mit Förder- oder Teilhabebedarf sind nicht ausreichend berücksichtigt. Kleinen Kitas droht ohne Sonderförderungen das Aus. Die Regelungen verlagern Verantwortung auf Träger, Fachkräfte und Eltern, ohne Betreuungsstabilität tatsächlich zu sichern und verschärfen den Fachkräftemangel. 
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© Kindertagesstätte Kusselkopp e.V. Oberhausen